Entscheide mit interdisziplinärer DimensionDie Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich hat im April 2007 ein neues Institut eröffnet: Es heisst Institut für Umweltentscheidungen (IED) und ist das erste seiner Art in Europa. Hier sind Forscher aus Politik, Psychologie und Ökonomie zusammengeschlossen, um zu ergründen, wie individuelle und kollektive Entscheidungen im Zusammenhang mit Ressourcen und Umwelt getroffen oder aber auch gehemmt werden. Mit dem interdisziplinären Ansatz sind viele Anwendungen der IED-Forschungsergebnisse denkbar. Es sollen Grundlagen für politische Prozesse geschaffen und Entscheidungsträger – vom Politiker über den Firmenlenker bis zum Bauern und Konsumenten – dabei unterstützt werden, wirksam, im Sinne von nachhaltig, zu entscheiden. Der Antrieb: Wirtschaft wie Gesellschaft sind für ihr Gedeihen auf langfristig intakte Lebensgrundlagen angewiesen. Neben der Forschungsarbeit bietet das IED im Rahmen von zwei Masterprogrammen auch Lehrveranstaltungen an. Beim einen Programm werden komplexe Umweltsysteme (wie Klima, Wald etc.) und soziale Faktoren (Soziologie, Ökonomie und Politik) analysiert und miteinander verknüpft. Beim anderen Programm geht es um den optimalen Umgang mit natürlichen Ressourcen unter Berücksichtigung von gesellschaftlichen Ansprüchen und von Forderungen der Konsumenten.
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