Zürich als ForschungszentrumDie Schweiz gehört zu jener Elite von Ländern, die die höchsten Anteile der Forschungsausgaben am Bruttosozialprodukt und die meisten Patente pro Kopf der Bevölkerung aufweisen. Dieser Spitzenplatz wird verstärkt durch die Präsenz der Universität, von technischen Schulen und Forschungsinstituten in Zürich. Neben der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH Zürich) und der Universität Zürich ist auch das IBM Forschungszentrum ein führender Pionier für neue Technologien. Nicht weniger als 24 Nobelpreisträger stehen in einem direkten Zusammenhang mit Zürich. Neben Albert Einstein, der den Nobelpreis für Physik 1921 erhielt, wurden in den letzten 25 Jahren die Physiker Heinrich Rohrer (1986), Georg Bednoz und Alexander Müller (1987), die Chemiker Richard Ernst (1991) und Kurt Wüthrich (2002) sowie der Mediziner Rolf Zinkernagel (1996) mit dem Preis geehrt. Die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH Zürich), die Universität Zürich und die Zürcher Fachhochschule Die ETH Zürich ist der Studiums-, Forschungs- und Arbeitsplatz für 18’000 Personen aus 80 Nationen. Um die 350 Professoren unterrichten in 16 Departementen, hauptsächlich Ingenieurwissenschaften und Architektur, systemorientierte Wissenschaften, Mathematik und Naturwissenschaften. Sie sind überdies in einer weltweit hoch angesehenen Forschung tätig. Die ETH Zürich rangiert unter den besten fünf technischen Institutionen Europas und baut zurzeit seinen neuen Campus „Science City“, der als Vorbild für die Universitäten von morgen dienen soll. Die Universität Zürich wurde 1833 gegründet. Heute genießt sie als Ort der Bildung und Forschung internationales Ansehen. 2000 Dozenten bieten in 140 spezifischen Instituten das breiteste in der Schweiz erhältliche Angebot an Fachgebieten und Kursen auf Hochschulebene. Mit 24‘000 Studenten und mit 1‘900 Graduierten jährlich ist die Universität Zürich zudem die größte Universität der Schweiz. Die Universität bietet akademische Dienstleistungen an, arbeitet mit dem Privatsektor zusammen und erachtet sich selber als Teil eines nationalen und globalen Netzwerks für den Erwerb und die Weitergabe von Wissen. Die internationale Reputation von Zürich basiert auf der bahnbrechenden Forschung, insbesondere in der Molekularbiologie, Gehirnforschung und Anthropologie, und zudem auf der Arbeit des Universitätsspitals und der Tierklinik. Die Zürcher Fachhochschulen bieten ihren 7’500 Studenten, von denen die meisten bereits über eine berufliche Qualifikation und praktische Erfahrung verfügen, eine berufliche Ausbildung auf Hochschulniveau. In Zusammenarbeit mit Privatfirmen führen die Fachhochschulen Forschungs- und Entwicklungsprojekte durch. Weltberühmte Forschungsinstitutionen Die ETH Zürich und die Universität Zürich sind die Epizentren der Wissenschaft und Forschung im Raum Zürich. Andere – nicht weniger berühmte – Institute tragen zum Ruf der Schweiz als international anerkannter und beliebter Forschungsstandort bei. Das IBM Forschungslabor Zürich führt Forschungen in den Bereichen Dienstleistungen und Software, Systeme, Wissenschaft und Technologie durch und setzt sich für den Wissenstransfer zwischen Forschung und Unternehmen ein. Das Paul Scherrer Institut (PSI) forscht in mehreren Bereichen: Biowissenschaften, Nanotechnologie, Allgemeine Energie, Nukleare Energie und Sicherheit, Teilchen und Materie. Ein interdisziplinäres Kontaktnetzwerk Die Forschungsinstitute der Zürcher Universitäten verfügen über eine lange Tradition internationaler Zusammenarbeit und Forschungsprojekte. Die ETH Zürich beispielsweise pflegt Kontakte mit 23 Forschungsinstituten in 13 verschiedenen Ländern, was einen kontinuierlichen Austausch von Wissenschaftlern, Dozenten und Studenten sicherstellt. Enge Beziehungen zur Geschäftswelt und Industrie sind nun ebenfalls zur Tradition geworden. Die KTI (Förderagentur für Innovation) fördert den Wissens- und Technologietransfer zwischen akademischen und wirtschaftlichen Institutionen. Getreu dem Ziel von „Wissenschaft auf den Markt“ möchte sie die Implementierung von neuem Wissen von Labors zu marktfähigen Produkten beschleunigen. Mit diesem Ziel vor Augen fördert die KTI die Zusammenarbeit von Universitäten und Unternehmen bei F&E-Projekten. Die KTI ist eine Initiative des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie. ETH Transfer ist die Technologietransferstelle der ETH Zürich. Sie ist die Drehscheibe für gemeinsame Wissensnutzung von Privatindustrie und Forschung. Sie bietet Forschern Unterstützung bei der Kommerzialisierung ihrer Ergebnisse, beim Schutz von geistigem Eigentum, bei Firmengründungen und bei der Zusammenarbeit mit Unternehmungen. Sie initiiert auch Kontakte zwischen Privatindustrie, Forschungsgruppen und Spin-off-Firmen. Leadership und Unternehmergeist Der Technopark Zürich wurde 1993 als Zentrum des Technologietransfers eröffnet. Erfolgreiche Startup-Unternehmen, die Spitzentechnologie-Leistungen anbieten, interagieren hier mit etablierten Firmen und Forschungsgruppen in verschiedenen Bereichen und Disziplinen. Dieser Mix verschiedener Fähigkeiten führt zu flexiblen Teams, deren Kreativität und Problemlösekompetenz – kurz: Erfolg – auf gegenseitigem Antrieb, Inspiration und Erfahrungsaustausch basiert. An die 190 Unternehmungen, Organisationen und Projekte mit 1’400 Beschäftigten belegen zusammen 44,300 m2 Mietfläche. Der Technopark Zürich hat in den vergangenen 10 Jahren Hunderte von nachhaltigen Arbeitsstellen geschaffen. Die Erfolgsrate von innovativen Startup-Firmen liegt hier mit 91 Prozent weit über dem Durchschnitt – nur einer von zehn neuen Firmen ist es nicht gelungen, sich auf dem Markt zu etablieren. Der Technopark Zürich ist weit über die Stadtgrenzen hinaus als Kompetenzzentrum und Qualitätsmarke für Leadership und Unternehmergeist bekannt. Er bietet eine ideale Umgebung für Personen, die wie Unternehmer denken und handeln. Indem er neue Ideen, Innovationen und Geschäftsmöglichkeiten befördert, trägt der Technopark zum Erfolg seiner Unternehmungen bei. Weitere Informationen:
|