Preiswürdige Zürcher Architekten


Architektur verleiht einer Stadt Profil und Gestalt. Im offiziellen Zürich ist sie in den vergangenen Jahren zum grossen Thema geworden: Für ihre Projekte wie Gestaltungspläne und Bauvorhaben veranstaltet die Stadt regelmässig Architekturwettbewerbe. Das hat insbesondere den Wohnungsbau neu belebt. Etwa durch Arbeiten der Zürcher Architektin Tilla Theus. Sie ist spezialisiert auf Neubauten in städtebaulich anspruchsvollem Kontext und auf Sanierungen von denkmalgeschützten Objekten. Als ihr Meisterstück gilt die Renovation des Hotels Widder am Zürcher Rennweg. Auf Stadtgebiet sind zudem diverse Wohnsiedlungen nach ihren Plänen erneuert respektive realisiert worden. Gleiches gilt für das Zürcher Architekturbüro Pool Architekten. Sie haben die Zürcher Regierung, die 1998 entschieden hat, bis 2008 10’000 neue Wohnungen zu bauen, um der chronischen Wohnungsnot zu begegnen, mit ihren Eingaben immer wieder überzeugt und eine Vielzahl von Bauten in diesem Bereich realisiert. Gleiches gilt für das Zürcher Architektenduo Gigon/Guyer: Immer wieder gewinnen sie mit ihren Eingaben Wettbewerbe. Ist ihr jüngster «erster Preis» in Zürich, der Prime Tower, im Jahr 2010 fertig gestellt, hat die Stadt eine neue Skyline: Mit seinen 36 Etagen wird das Gigon/Guyer-Bauwerk das höchste Zürichs. Städtebaulich prägend sind auch die Arbeiten des Architekturbüros EM2N. Von ihnen stammen die Pläne für den 300 Millionen Franken teuren Umbau der ehemaligen Toni-Molkerei im aufstrebenden Stadtteil Zürich-West. Hier ist der Sitz der 2007 neu gegründeten Zürcher Hochschule der Künste. Dank Wohnungen, Restaurants und Partyräumen ist das Industrieareal auch für Nicht-Studenten zugänglich – und attraktiv.

Im vorherrschenden investitionsfreundlichen Klima in der Stadt gedeihen Grossprojekte. Eines davon ist «Sihlcity»: Auf dem Areal der einstigen Papierfabrik Sihl ist nach einer vierjährigen Bauzeit im Frühjahr 2007 ein Einkaufs- und Freizeitcenter mit für Zürich neuen Dimensionen entstanden: Dazu gehören 80 Shops, 13 Restaurants, ein Multiplex-Kino, ein Club, ein Spa, ein Hotel, eine Kirche, ein Kulturhaus und Wohnungen. Das ehrgeizige Projekt mit einem Investitionsvolumen von 600 Millionen Franken stammt vom Zürcher Stararchitekten Theo Hotz.

    Seite drucken