Das Lebensprinzip baut auf Strukturen


Die Zürcher lieben ihre Stadt. Dieses Geständnis wird immer dann öffentlich, wenn die Stadtregierung die Bewohner befragt. Neun von zehn Einwohnern leben gerne in der Stadt Zürich. Die Lebensqualität wird seit Jahren mit einer Note von 5 auf einer Skala von 1 bis 6 unverändert hoch eingeschätzt. Im April 2007 ist die Stadt vom Londoner Beratungsunternehmen William M. Mercer zum sechsten Mal in Folge für weltbeste Lebensqualität ausgezeichnet worden. Mercer untersucht Jahr für Jahr 215 Grossstädte rund um den Globus und qualifiziert sie aufgrund von Kriterien wie Freizeit und Erholung, Sicherheit, politische und ökonomische Stabilität – und medizinische Versorgung.

Neben der exklusiven Lage am Fluss Limmat, dem Seebecken, den nahen Waldgebieten und dem reichhaltigen Kulturangebot ist es besonders der öffentliche Verkehr, den die Zürcher an ihrem Wohnort schätzen. Dank kurzen Distanzen und dem dichtesten Nahtransportsystem der Welt ist in Zürich alles in wenigen Minuten erreichbar.

Die öffentlichen Verkehrsmittel in Zürich sind schnell, sicher und pünktlich. Auf Stadtgebiet fahren Trams und Busse alle paar Minuten, die S-Bahn rollt im Takt in die ganze Region, wo gute Anschlüsse an die Lokalbusse für eine reibungslose Feinverteilung sorgen. Auch Postautos, Schiffe und lokale Ausflugsbahnen gehören seit 1990 zum Zürcher Verkehrsverbund (ZVV), der die Fahrten in die ganze Region mit einer Fahrkarte ermöglicht. Neue Projekte wie der Bau der Tramlinie Zürich-West ins lebhafte Trendquartier im Westen der Stadt oder die Glattalbahn in den dicht besiedelten Norden zeugen davon, dass Zürich den Anschluss an die Zukunft sicherstellt.

Im Bahnverkehr ist der Zürcher Hauptbahnhof ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit schnellen Verbindungen innerhalb der Schweiz und zu den europäischen Metropolen. Schweizer Städte wie Bern, Basel, Genf oder Luzern werden im Stunden- oder Halbstundentakt bedient. Die Hochgeschwindigkeitszüge ICE (Deutschland), TGV (Frankreich) und Pendolino (Italien) verkehren von und nach Zürich. Der internationale Flughafen Zürich liegt nur zehn Zugminuten von der Zürcher Innenstadt entfernt; bis zu acht Züge pro Stunde fahren in den Hauptbahnhof. 120 Destinationen werden von Zürich aus angeflogen; die europäischen Hauptstädte sind in einer bis zwei Flugstunden erreichbar.

Ausgefeilte Entsorgungslogistik
Selbst wenn es um ihren Abfall geht, nehmen es die Zürcherinnen und Zürcher sehr genau. Minutiös trennen sie Altglas, Kleinmetall und Textilien und bringen sie zu den gegen 300 Sammelstellen, die in der ganzen Stadt verteilt sind. Für weitere Stoffe wie Papier und Karton, die nicht in den Abfallsack gehören, führt das städtische Entsorgungsunternehmen ERZ Entsorgung + Recycling Strassensammlungen durch. Auch die Kompostierung von Küchen- und Gartenabfällen hat sich etabliert. Die Verfahren zur Entsorgung, Vermeidung und Verwertung von Abfall werden stetig verfeinert. Seit einiger Zeit fährt ein Recyclingtram durch die Stadt, auf dem Sperrgut gratis abgegeben werden kann. Seit der Einführung einer Gebühr für Abfallsäcke im Jahr 1993 beträgt die Recyclingrate weltrekordverdächtige 45 Prozent.

Seit dem Aufbau des ersten Abfuhrwesens in der Stadt im Jahr 1867 hat neben der Entsorgungssicherheit auch der schonende Umgang mit der Umwelt an Gewicht gewonnen. Mit dem Programmschwerpunkt «Nachhaltige Stadt Zürich – auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft» wollen die Behörden die Umwelt-, Energie- und Klimapolitik umgestalten und sicherstellen, dass Zürich auch für kommende Generationen ausgezeichnete Lebensqualität bietet.

Sicherheit im Alltag
Zürich ist nicht nur sauber, sondern auch sicher. Umfragen, die die Stadtpolizei in den Jahren 2004 und 2006 durchführte, zeigten, dass das subjektive Sicherheitsgefühl in der Stadt Zürich sehr hoch ist. Das hat viel mit dem persönlichen Engagement der Zürcher Polizisten zu tun, aber auch die Prävention von Unfällen und Kriminalität hat einen hohen Stellenwert. Mit dem Pilotprojekt «Sicherheit - Intervention - Prävention» (SIP) wird seit 2003 in öffentlichen Räumen für Sicherheit und Ordnung gesorgt. Eine mobile Einsatztruppe SIP, zusammengesetzt aus Sozialarbeitern, Psychologen und Krankenpflegern unterschiedlicher nationaler Herkunft, schlichtet Konflikte und interveniert bei Störungen und Belästigungen. Das SIP-Team wacht darüber, dass Gewalt verhindert wird, Hunde angeleint werden, keine illegalen Drogen gehandelt und konsumiert und WC-Anlagen benutzt werden. Das Projekt hat national und international grosses Interesse geweckt.

Spitzentechnologie hinter den Fassaden
Vor den Toren der Stadt Zürich nimmt derzeit eines der grössten Logistikprojekte Europas Gestalt an: Die Errichtung des neuen Briefzentrum Zürich-Mülligen der Schweizerischen Post. Das Briefzentrum, das ab Sommer 2007 schrittweise seinen Betrieb aufnimmt, setzt in Sachen Grösse und Technologie neue Massstäbe. In der Sortieranlage mit 9 Kilometern Förderstrecke werden ab Vollbetrieb 1200 Mitarbeiter in drei Schichten bis zu 4,7 Millionen Briefe pro Tag verarbeiten. Hauptlieferant der Anlagen und der Steuerung, die einen weltweit bisher unerreichten Automatisierungsgrad erreichen, ist der deutsche Anlagenbauer Siemens. Die aus dem Jahr 1981 stammende markante Aluminiumfassade des früheren Briefpostzentrums, die den Zugreisenden kurz vor der Einfahrt in den Zürcher Hauptbahnhof begrüsst, bleibt erhalten - sie steht unter Denkmalschutz.

ROTH RELATIONS
Im Auftrag für Zürich Tourismus und Stadt Zürich.





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