Nachtleben in Zürich: Tanzen und flirten – durchgehend. Inhouse und open-air.Die unverwechselbare Stimmung des farbigen und pulsierenden Zürcher Nachtleben steckt an: Ob hinter Altstadtmauern, in ehemaligen Fabriken oder Open-Air. Typisch für Zürich sind die Nachtgesichter einiger Badeanlagen: Wo tagsüber gebadet wird, wird nachts geflirtet und getanzt. Niederdorf über Seefeld bis zur Innenstadt Wenn es an der betriebsamen Zürcher Bahnhofstrasse nach Geschäftsschluss allmählich ruhig wird, erwacht das Niederdorf auf der gegenüberliegenden Flussseite der Limmat erst recht zum Leben. Von der traditionellen Weinstube Öpfelchammer, in der bereits der Schriftsteller Gottfried Keller verkehrte, über die Casa-Jazzbar und Bierhallen bis zu Folklore in der Älpli-Bar reihen sich hier Bars und Restaurants aneinander wie Perlen an einer Kette. Folgt man der Flaniermeile übers Oberdorf bis zum Bellevue, erreicht man die legendäre Kronenhalle-Bar, Treffpunkt der Prominenz, die sich gerne unter einem echten Chagall oder Picasso einen Drink gönnt. Zweigt man im Niederdorf über eine Seitengasse ans Limmatquai ab und folgt der Limmat bis zum Zürichsee, kommt man am Pier 7 vorbei, dem einzigen schwimmenden Bistro der Stadt: ein kleines, aber feines Lokal mit Bar. Über die Bar und Lounge des Restaurants Terrasse am Bellevue gelangt man ins Seefeld: von der Odeon-Bar, die als Literaten-Treffpunkt und Intellektuellen-Café die Geschichte Zürichs prägte, bis zur Bar und Lounge Purpur laden Lokale zum Feiern ein: Und zwar bis in die frühen Morgenstunden, denn so etwas wie Sperrstunde, das kennt man in Zürich seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Nachtschwärmer erwartet in Zürich die höchste Clubdichte der Schweiz. Der älteste stadtzürcher Club heisst Mascotte – er lädt am Zürichsee zum Abtanzen ein – mit Pop bis zu Hip Hop und R'nB. Beim Kongresshaus versprüht der Club Adagio mit seinem Mix aus Dance Classics, Charts, Soul und Funk sowie das Beste von Vocal House Partystimmung. Von den Wand- und Deckenmalereien über die Steinböden bis hin zum Kerzenlicht ist für mittelalterliche Stimmung gesorgt. Und in der Innenstadt steckt der Szeneclub Kaufleuten outfitbewusste Partyleute an: mit Beats von House zu Soul, von Salsa zu Merengue, bis hin zu Ü-30-Parties. Und im Saint Germain an der Bahnhofstrasse gehören Paris Hilton ebenso wie P. Diddy und Snoop Dogg zu den VIP-Gästen. Ein Gegensatz schafft das alternative Kulturzentrum Rote Fabrik am linken Seeufer: In der ehemaligen Seidenweberei prägen Konzerte und kulturelle Veranstaltungen das nächtliche Programm. Aber auch im Stall 6 der Gessnerallee beim Fluss Sihl geniesst man unkonventionelle Töne.. Trendquartier Zürich-West Als Partyeldorado einen Namen gemacht hat sich das Trendquartier Zürich-West: Wo einst die Industriemaschinen ratterten, haben sich die ehemaligen Fabrikgebäude mit neuem, urbanen Leben gefüllt. Als Trendquartier salonfähig wurde Zürich-West spätestens dank dem Kulturzentrum Schiffbau: Die ehemalige Schiffbauhalle vereint heute Restaurant, Jazzclub Moods, Bühnen des Schauspielhauses und Nietturmbar mit Aussicht aufs Quartier. Während sich im Erdgeschoss Theaterbesucher und lokale Prominenz die Türe reichen, erwartet das Les Halles zwei Querstrassen weiter ein ganz anderes Publikum: Die ehemalige Peugeôt-Garage lädt heute als Restaurant und Bar mit integriertem Bioladen zum Abhängen ein. Hier macht sich Stubengefühl breit: Auf den Stühlen haben bereits viele Generationen gesessen, stammt doch die Inneneinrichtung aus dem Brockenhaus. Einzigartig dürfte die Kombination von Fernsehstudio und Bar sein: der Talkmaster Kurt Aeschbacher dreht jeweils in einem ehemaligen Labor seine Talksendungen, während nachts in den gleichen Räumen, der sogenannten Labor-Bar, Partys – von Celebreighties bis hin zu Flirty Dancing – stattfinden. Zwei Gehminuten vom Les Halles entfernt an der Geroldstrasse befinden sich die Clubs Hive mit elektronischer Musik abseits vom Mainstream und Supermarket, der für den Mix aus charmantem Zürcher Underground und international bestens besetzten Line Ups steht. Mit dem Club Silbando ist ganz in der Nähe auch für Tangostimmung gesorgt. Tausende strömen an den Wochenenden nach Zürich-West, um sich ins Partyleben zu stürzen. An Möglichkeiten fehlt es nicht, denn zahlreiche weitere Bars, Clubs und Lounges wie der Club Q, der Club Indochine, der Club Rohstofflager oder die Bar und Lounge Hard One prägen gegenwärtig das Angebot. Dabei ist es kaum möglich, die Angebote abschliessende aufzuzählen, entsteht doch laufend Neues. Multikulti im Langstrassenquartier Zwischen Zürich-West und Hauptbahnhof liegt Zürichs multikulturellstes Viertel rund um die Langstrasse: Hier leben Menschen aus über 115 Nationen. Ob die legendäre Karaoke-Bar Acapulco oder das Café Memphis Bar mit Live-Musik, ob die Longstreet Bar oder die Riff Raff Bar: Inmitten des Rotlichtviertels pulsiert das Leben rund um die Uhr. Der Club Abart ist eine Adresse für junges Publikum mit Liebe für Alternative- bis hin zu Industrial-Rock während im Club Zukunft elektronische Rhythmen erklingen. Im Latin Palace hingegen dreht sich alles um Salsa sowie lateinamerikanische Musik und im Club X-TRA finden regelmässig Schlagerpartys statt. Beim Club Kanzlei gibt es Themenabende mit Soul, Reggae und Hip Hop. Man trifft sich hier auf dem Areal, um die lauen Sommernächte ohne Schickimicki bei Plaudern, Konzerten oder einem Film im Open-Air-Kino und Bar Xenix unter freiem Himmel zu geniessen. Typisch Zürich: Wo tagsüber gebadet wird, wird nachts geflirtet und getanzt In der Tat findet das Nachtleben im Sommer nicht nur in Clubs, sondern ebenso unter freiem Himmel statt: Denn nach der Dämmerung mutieren einige der Fluss- und Seebäder zu Bars, Bühnen und Kinos. Es sind die ultimativen Treffpunkte in lauen Sommernächten. Ein Besuch in der «Frauenbadi» heisst, mit Blick auf die Grossmünster-Kirche durch die Altstadt zu schwimmen. Es handelt sich um Zürichs ältestes Kastenbad, eine nach aussen abgeschlossene, rechteckige Holzkonstruktion mit Liegeflächen. Dieses wurde 1837 als kleines «Badhaus für Frauenzimmer» in der Limmat gebaut. Baden dürfen bei Tag ausschliesslich die Frauen, doch nachts ist auch das männliche Geschlecht willkommen. Die Barfussbar ist Barfusszone im Holzbad mit einzigartigen Lichtstimmungen inmitten der Altstadt. Am Kulturmittwoch stehen jeweils Konzerte, Theatersport und Lesungen auf dem Programm: barfuss, versteht sich. Das Pendant zum Frauenbad ist das Flussbad Schanzengraben: Denn tagsüber hat ausschliesslich das männliche Geschlecht Zutritt. Bei den letzten Überresten der Stadtmauer aus dem 17. Jahrhundert verwandelt sich das Männerbad nachts in die Riminibar: Hier chillt man auf orientalischen Kissen, grilliert Spiesse und geniesst kühle Drinks. Flirten steht auf dem Programm während sich das grüne Licht im Wasser kunstvolle Spiegelungen hervorbringt. Das Seebad Enge bleibt seinem Namen auch nachts treu. Allerdings mit anderem Gesicht: Ins Wasser getaucht werden lediglich noch die Füsse, Enten schwimmen vorbei und der Springbrunnen plätschert gelassen vor sich hin. Konzerte, Poetry Slam und Lesungen für sommerliche kulturelle Leckerbissen. Beim Flussbad Unterer Letten findet im Sommer jeweils während rund zwei Wochen das Open-Air-Kino Filmlfuss statt. Dazu gibts Essen und Trinken an der Flussbar, die jeweils unabhängig vom Filmprogramm jeden Dienstag geöffnet ist und mit kulturellen Veranstaltungen aufwartet. Vis à vis vom Oberen Letten breiten sich Nachtschwärmer gerne im Pier West aus – hier geniesst man das Leben bei Mondschein und Barbetrieb unter dem Zürcher Sternenhimmel. Medientexte |