Shopping mit Cachet oder Hightech-Ambiente
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Gemessen an der Einwohnerzahl ist Zürich eine kleine Weltstadt. Ganz gross ist sie jedoch, wenn man das Shopping-Angebot als Massstab nimmt: Hier gibt es alles zu kaufen, was das Herz begehrt.
Die bekannteste Shopping-Meile Zürichs ist die Bahnhofstrasse. Hier, vor allem in der Nähe des Paradeplatzes, finden sich innerhalb weniger Minuten Gehdistanz gut ein Dutzend Uhren- und Juweliergeschäfte, die alle Marken der in- und ausländischen Horlogerie und edle Schmuckstücke aller Art in Angebot führen: Häuser wie Les Ambassadeurs, Beyer, Bucherer, Christ Gübelin, Gut, Meister, Türler oder Zett Meyer, von denen einige nicht nur verkaufen, sondern auch Uhren und/oder Schmuck selber herstellen. Aber auch Brand-Stores von Chopard, Bulgari, Cartier, Montblanc, Omega, Svarovski, Swatch und Tiffany.
Ähnlich beeindruckend die Liste der Modegeschäfte, ebenfalls in hoher Dichte rund um den Paradeplatz angesiedelt: A.C. Bang, die «erste Adresse für Pelze», an der edlen Adresse Bahnhofstrasse 1, die vier Häuser der Burger-Gruppe: PKZ (Herrenmode), Feldpausch (gehobene Damenmode), Burger Zurich (exklusive Mode für Damen und Herren) und Blue Dog (junge, unkonventionelle Bekleidung), dann der exklusive Herrenausstatter Fein-Kaller), Fogal mit seinen eleganten Strümpfen und Dessous, Grieder Les Boutiqueserschliesst Damen, Herren und Kindern die «Welt der Mode», Kowä, Spezialist für Lingerie und Dessous, dazu wie bei den Uhren diverse Marken-Stores.
Nicht zu vergessen die Labels und Läden Bernie's und Hannes B, beide von innovativen Gründerpersönlichkeiten innerhalb weniger Jahrzehnte von avantgardistischen Trend-Shops zu etablierten Institutionen gemacht, die den Ruf Zürichs als Mode-Metropole mittragen. Es ist unübersehbar: In Zürich werden Trends gesetzt.
Alles unter einem Dach – Mode, Gourmetläden und Gastronomie – findet man in den grossen Einkaufshäusern in der City: Jelmoli, das grösste und älteste Warenhaus der Schweiz, bietet auf sieben Etagen rund 250 000 Artikel an. Nur ein paar Schritte entfernt das Pendant Globus, ähnlich gross und ebenfalls mit einem sehr breiten Sortiment der verschiedensten Artikel und Marken.
Natürlich ist in der grössten Stadt des Landes der Schokolade die Dichte der Confiserien besonders hoch: Kleiner, Honold, Merkur, Sprüngli, Stocker, Teuscher – hier finden Liebhaber von Süssigkeiten eine Riesenauswahl an Spezialitäten wie Torten, Kuchen, Pralinés, Truffes, Kleingebäck und, und und… Alle diese Läden führen jeweils unter anderem ihre ganz besonderen, eigenen Spezialitäten im Sortiment: Züri-Tirggel, Champagner-Truffes oder Luxemburgerli, hergestellt in liebevoller Handarbeit und nach traditionellen, oft Jahrzehnte alten und als Geheimnis gehüteten Rezepten.
Wer diesen süssen Verlockungen nicht widerstehen kann, unternimmt am besten einen Verdauungsspaziergang von der Bahnhofstrasse weg durch die Storchengasse, Augustinergasse, den Rennweg, die ehemalige Handwerkergasse Schipfe und dann über die Limmat in die Altstadt, das so genannte Niederdorf. All die kleineren und grösseren Boutiquen und Läden aufzuzählen, an denen man dabei vorbeikommt, ist unmöglich, das Angebot ist immens breit – Zürich bietet Shoppingerlebnisse in allen Preisklassen.
Eine ganz andere Atmosphäre vermitteln die beiden Stadtkreise 4 und 5. Innerhalb von wenigen Jahren haben sie sich von unscheinbaren Wohnquartieren zu absoluten In-Places gewandelt. Angefangen hat es damit, dass immer mehr Junge sich hier niedergelassen haben, zum Wohnen und zu Leben. Ihnen folgten immer mehr Geschäfte, auch diese oft von jungen initiativen Menschen eröffnet, die ihre ganz eigenen Ideen verwirklichen wollten. Zusätzlichen Charme verleihen diesen Quartieren die vielen multikulturellen Einwohnenden.
So findet sich hier eine einmalige Dichte an Kleider- Mode- und Schuhläden, Geschäften für Design und Interieur, Second-Hand-Shops und Verkaufskiosken mit kulinarischen Leckerbissen aus der ganzen Welt. Ihre Farbigkeit und Fantasiefülle beweisen schon allein die Namen wie Amalgan, Chic happens, Bogen 33, Manu Propria oder Lilli Tulipan.
Diese fünf seien, stellvertretend für alle anderen, hier kurz vorgestellt:
Amalgan ist eine Vermischung von zwei Stoffen, hier gemeint: Im Sommer wird frische Mode aus dem Norden verkauft, von Labels wie J. Lindeberg, Jepsen-Philbert, Hunkydory oder Maria Westerlind, die sonst in der Schweiz nicht oder praktisch nicht erhältlich sind. Im Winter treffen sich hier dann die Freeski-Freaks, um sich mit Mode von ebenfalls sehr trendigen Marken wie Armada, Orage oder Yono einzudecken.
Chic happens ist der Laden, in dem die Geschwister Eliane und Marc Diethelm ihre eigenen Modekollektionen präsentieren. Die beiden kreieren «sinnlich-sexy-ausgefallene und dennoch tragbare» Kleider für Frauen. Und tun dies auf Wunsch auch nach den ganz persönlichen Vorstellungen der Kundschaft.
Bogen 33 heisst so, weil der Laden im 33. Bogen des alten gemauerten Eisenbahn-Viadukts im Kreis 5 untergebracht ist. Hier finden Liebhaber Möbel, Lampen, Designstücke und andere Wohnobjekte aus den Fünfziger- bis Siebzigerjahren, aber auch die verschiedensten Accessoires und Sammlerobjekte.
Manu Propria ist lateinisch für eigenhändig. Eigenhändig produzieren hier Andrea De Zordi und Eleonora Agagiù Brillen nach Mass und nach den Vorstellungen des künftigen Trägers, dazu passende Schmuckstücke, Kissen, Taschen – oder irgend etwas anderes, was ihnen gerade in den Sinn kommt. Das Besondere daran: Diese Dinge sind alle Unikate.
Lilli Tulipan ist entstanden aus einer Sammlung von Plastikblumen. Anja Sauer und Sigrid Carl haben daraus zuerst neue Lichterketten entwickelt, heute lassen sie solche nach eigenen Entwürfen fertigen. Noch heute dreht sich alles um Blumen und Blüten, zusätzlich zu den Lichterketten sind aber auch Badeschuhe, Haarschmuck, Geschirr und viele andere Artikel und Accessoires mit diesen Motiven erhältlich.
Neben diesen zufällig ausgewählten Trendshops gibt es wie erwähnt rund um die Langstrasse vom Limmat- bis zum Helvetiaplatz unzählige andere kleine Einkaufsparadiese zu entdecken, auf www.kreislauf4und5.ch findet sich eine ausführliche Liste.
Ein komplettes Einkaufszentrum in der Stadt ist das im März 2007 eröffnete Sihlcity, das sich in der Eigenwerbung als «kleinste Grossstadt der Schweiz» anpreist. Tatsächlich gibt es hier nicht nur Ladengeschäfte, sondern auch ein Dutzend Restaurants und Bars, ein Hotel, ein Kino, Discos, ein Ärztezentrum, ein Asia spa, einen Raum für Kulturveranstaltungen, eine Kirche, Büros und Wohnungen.
Mit rund 80Geschäften liegt der Schwerpunkt auf dem Shopping-Erlebnis. Bestimmt fündig wird, wer hier nach Mode und Kleidung sucht, denn gegen ein Viertel aller Läden bietet solche an. Daneben gibt es Schuhe, Sportartikel, Unterhaltungselektronik, Kosmetik, Brillen, Uhren und Schmuck, Lebensmittel, Tiernahrung und vieles mehr zu kaufen.
Viele der bekannten Ketten und Labels haben die Gelegenheit genutzt, sich in diesem grossen Ladenzentrum am Stadtrand niederzulassen. Und einige Geschäfte sind Filialen von ausländischen Anbietern, welche hier erstmals in der Schweiz Fuss fassen wollen. So die Modehäuser Peek & Cloppenburg aus Deutschland und Filippa K aus Schweden oder der österreichische Bade- und Unterwäschehersteller Palmers.
Womit Zürich noch ein Stück mehr zur internationalen Shopping-Metropole geworden ist.
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