Schneller, weiter höher: Weltklasse Zürich


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Topathleten weihten mit „Weltklasse Zürich“ das neue Stadion Letzigrund in Zürich ein. Damit sind sie die Vorläufer der EURO 2008. Weltklasse beweist Zürich auch in andern Disziplinen, beispielsweise für die Formel 1 oder die Erkundung des Weltalls.


Der internationale Leichtathletikverband IAAF adelt «Weltklasse Zürich» in seiner Rangliste zum besten Meeting der Welt. Kein anderer Leichtathletikanlass bietet ein höheres Aufgebot an Olympiasiegern und Rekordhaltern. Im September 2007 waren die Startfelder erneut erstklassig und prominent angeführt: Topathleten wie der Sprinter Asafa Powell, die Stabhochspringerin Yelena Isinbayeva oder die Hürdenläuferin Susanna Kallur traten in Zürich nur wenige Tage nach den Weltmeisterschaften im japanischen Osaka zur WM-Revanche an. Mit 1,4 Millionen US-Dollar stand eine rekordhohe Preissumme zur Verfügung. Höhepunkt und Abschluss des Meetings war die neue Zürich Trophy, eine Staffel über 4 x 100 Meter, an der acht National-Teams in den Trikots der Nationalmannschaft um Ruhm und Ehre rennen. Zehntausende Zuschauer verwandelten das neue Stadion Letzigrund in die grösste Festarena der Schweiz.

Sportarena für die EURO 2008
Das Leichtathletikfeuerwerk wird im neuen Stadion Letzigrund gezündet, einer Sportstätte der Sonderklasse, das eigens gebaut worden ist, um die Zukunft des Meetings zu sichern. Es ist auch Heimstadion der beiden Stadtzürcher Fussballklubs FC Zürich und Grasshoppers. Mit den 26'500 Zuschauerplätzen ist die neue Sportarena als Austragungsort für Fussballspiele der EURO 2008 bestens gerüstet.

Formel-1-Rennstall BMW-Sauber
Während Politiker über den Bau einer Formel-1-Rennstrecke in der Schweiz debattieren, werden eine halbe Fahrstunde ausserhalb von Zürich im grossen Stil Rennwagen gebaut - und das seit fast 40 Jahren. Mit der BMW-Sauber-F1-Fabrik verfügt Zürich über einen Rennstall von internationaler Ausstrahlung. Im Jahr 1970 hat der Elektromonteur Peter Sauber in Hinwil im Zürcher Oberland mit dem Bau von offenen, zweiplätzigen Boliden angefangen. Die ersten Erfolge stellten sich Ende der achtziger Jahre dank einer Kooperation mit Mercedes ein. Mitte 2005 übernahm der deutsche Autobauer BMW die Mehrheit an Sauber, und seither fahren die Piloten Robert Kubica, Nick Heidfeld oder Sebastian Vettel für das BMW-Sauber-F1-Team an den Grands Prix auf die vorderen Ränge. Die Autoschmiede beschäftigt 300 Spezialisten, über 200 Zulieferbetriebe in der Umgebung von Zürich profitieren von ihren Aufträgen - von Lackierern und Malern bis zu Herstellern von Hochpräzisionsteilen. Der im Jahr 2003 eröffnete angrenzende Windkanal gehört zu den modernsten seiner Art.

Schweizer Autozulieferer sind weltweit gefragt
Ob VW, Toyota oder Volvo: Alle namhaften Autos sind mit Schweizer Präzision unterwegs. Schweizer Industrieunternehmen gehören zu den wichtigen Zulieferern der grossen Autohersteller. Der Winterthurer Rieter-Konzern entwickelt und produziert auf Kunststoffen und Metallen basierende Lärm- und Hitzeschutzteile für Motorfahrzeuge und gehört damit zu den Weltmarktführern. Weil die Ansprüche an den Komfort der Autos in allen Preisklassen steigt, wächst der Markt für diese Komponenten rascher als die Autoproduktion. Der Georg Fischer-Konzern in Schaffhausen beliefert alle grossen Autobauer mit Gussteilen aus Eisen, Aluminium oder Magnesium. Kürzlich wurde der Geschäftsbereich GF Automotive vom deutschen Autohersteller Volkswagen als einer der 25 besten Zulieferer ausgezeichnet. Mit neuartigen Verbundwerkstoffen, die bis vor kurzem der Formel 1 oder teuren Sportwagen vorbehalten waren, beliefert die Firma Gurit in Wattwil, eine Fahrstunde von Zürich entfernt, die Automobilindustrie für ihre Top-Modellserien mit neuen Technologien. Kleinere Zulieferer wie Saia-Burgess, die Schrittmotoren für Klimaanlagen herstellt, profitieren ebenfalls vom Trend zu mehr Komfort und Sicherheit. Mit einer Reihe weiterer Wettbewerbern gehört Saia-Burgess zur Interessensgemeinschaft AutoCluster.

Zürcher Schutzhauben im Weltall
Das Raumfahrtzentrum der Schweiz liegt im Norden der Stadt Zürich, in Zürich-Seebach. Die zum Oerlikon-Konzern gehörende Oerlikon Space gilt als weltweit führend in der Herstellung von Nutzlastverkleidungen für Trägerraketen, die in der Raketenspitze gelagerte Fracht wie Wetter- oder Telekommunikationssatelliten vor aerodynamischen und thermischen Belastungen schützen. Das Unternehmen hat nicht nur 170 europäische Ariane-Raketen ausgerüstet, es ist ihm auch gelungen, in den abgeschotteten amerikanischen Markt einzudringen und sich dort als Lieferant der Schutzhauben für Atlas-Raketen zu etablieren. Oerlikon Space gehört auch zu den führenden Herstellern von Steuerungs- und Antriebsmechanismen zur Entfaltung und Ausrichtung von Solarpanels. Der Schweizer Astronaut Claude Nicollier hat bei seiner ersten Mission zum „Hubble“-Weltraumteleskop im Jahr 1993 geholfen, den aus Zürich stammenden Steuerungsmechanismus auszuwechseln. Das Gerät steht nun als eines der wenigen ausgedienten Satellitenteile, die je wieder zur Erde zurückgebracht wurden, in der Ausstellung von Oerlikon-Space in Zürich-Seebach.





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