Welt zu Gast – in Zürich ist das ganze Jahr über etwas los


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Früher hatte Zürich den Ruf einer puritanischen Stadt im Geiste des Reformators Zwingli. Ganz anders heute: Von Januar bis Dezember finden Shows, Events und Wettkämpfe statt zum Zuschauen und Zuhören, aber auch zum Mitmachen.

Im Spätherbst öffnet die Kunstmesse Art International Zürich ihre Tore. Gezeigt werden Werke der Malerei, Skulptur, Fotografie, Video, Objektkunst und vieles mehr. Diese Kunstmesse präsentiert ein breites Angebot des aktuellen Schaffens, was sie zu einem Muss für Freunde zeitgenössischer Kunst macht.


Ein besonders breites Spektrum der Kunst decken die Zürcher Festspiele im Frühsommer ab: Geboten werden Konzerte, Opern, etabliertes und freies Theater und Tanzvorstellungen; Aufführungsorte sind Häuser in der ganzen Stadt sowie öffentliche Plätze.


Ein kultureller Höhepunkt im Sommer bildet jedes Jahr das Theater Spektakel: Gruppen und Einzelkünstlerinnen und -künstler aus der ganzen Welt bringen während gut zwei Wochen Theater, Tanz und Musik auf die Landiwiese beim See. Besonders attraktiv ist die Mischung aus bekannten und unbekannten Persönlichkeiten und Gruppen. Aber nicht nur auf den eigentlichen Bühnen werden Attraktionen geboten, auf dem ganzen Festareal zeigen Artisten, Jongleure und andere Alleinunterhalter ihre Kunst. Und schliesslich ist die Veranstaltung auch eine Gelegenheit, zu flanieren, bei schönem Wetter am See zu essen, Freunde zu treffen und zu sehen und gesehen zu werden.


Zürich ist eine Hochburg des Sports

Nicht nur, dass mit dem Fussballverband Fifa eine der wichtigsten Sportorganisationen ihren Sitz in Zürich hat: Das ganze Jahr über finden Veranstaltungen statt, die das Prädikat «Weltklasse» verdienen. Eine davon trägt offiziell diesen Namen Weltklasse Zürich, ein Leichtathletik-Meeting innerhalb der Golden-League-Serie.


Bei freestyle.ch kommen Anhänger der Trendsportarten mit Snowboard, Freeski, FMX (Freestyle Motocross) und Skateboard voll auf ihre Kosten. freestyle.ch ist Europas grösster Event dieser Sportarten, hier trifft sich die internationale Freestyle-Community, und die weltbesten Sportler kämpfen mit den waghalsigsten Tricks, Flips und Jumps um die Titel «freestyle.champ» und «crossover.champ».


Mit dem «Zurich Open» steht ein hochkarätig besetztes Damen-Tennisturnier auf dem Programm, Europas bedeutendstes Hallenturnier im Rahmen der Sony Ericsson WTA Tour. 2007 werden unter anderem die Nummern 1 und 2 der Welt, Justine Henin (Belgien) und Maria Sharapova (Russland) und die ehemalige Nummer 1 aus der Schweiz, Martina Hingis dabei sein.


Der Zürcher Silvesterlauf ist nicht nur zum Zuschauen, sondern zum Mitmachen: Frauen, Männer, Kinder und ganze Familien rennen durch die am Abend weihnachtlich beleuchtete Innenstadt. In zwei der Kategorien misst sich die Elite der Welt innerhalb des Post-Cups in insgesamt sieben Läufen.


Ende Januar folgt mit dem Springreit-Turnier «Mercedes CSI» bereits die nächste Veranstaltung mit Weltruf, die bei dieser Austragung ihren zwanzigsten Geburtstag feiert. Seine grosse Beachtung bekommt das Turnier durch das höchste verteilte Preisgeld und die höchste vergebene Punktzahl aller Hallenprüfungen.


Derselbe Ort, das Hallenstadion, wechselt gleich im Anschluss seinen Charakter total: Nur Tage später tanzen hier bei «Art on Ice» Europa-, Weltmeister und Olympiasieger auf schmalen Kufen übers Eis. Musikalisch begleitet werden sie ebenfalls von Stars, so waren schon Lisa Stansfield, Fleetwod Mac, Vaessa Mae, Monserrat Caballé oder Simon Estes zu Gast. Diese Kombination macht «Art on Ice» zum führenden Event des Eislaufs weltweit.


Im April ist wieder Laufen angesagt: beim Zürich Marathon, dem grössten der Schweiz. Die Strecke führt vom Stadtzentrum dem See entlang und dann wieder zurück ans Ziel mitten in der Stadt. Der Höhepunkt der Austragung 2007 war der Schweizer Rekord des aktuell besten einheimischen Läufers, Viktor Röthlin, mit einer Siegerzeit von 2 Stunden 8 Minuten und 19 Sekunden.


Dieser Sport und dieser Name sind legendär: Ironman. Seit zehn Jahren findet jeweils in Zürich einer der rund zwei Dutzend weltweit ausgetragenen Wettbewerbe dieses Namens statt. Und wie immer qualifizieren sich auch hier die Besten für den berühmtesten Triatlon der Welt, den Ironman auf Hawaii.


Brauchtum und fröhliches Treiben rund um den Zürichsee

Kein Fest, kein Ereignis ist so typisch zürcherisch ist wie das Sechseläuten. Wer von Zürichs Geschichte, Tradition und Brauchtum redet, denkt zuerst an dieses Fest, das jedes Jahr Mitte April stattfindet und ungeachtet der astronomischen und meteorologischen Konventionen für die Stadt den Frühlingsbeginn markiert. Der Brauch geht zurück auf das Mittelalter, als mit dem Frühlingsbeginn die Glocken des Grossmünsters um sechs statt während des Winters um fünf Uhr den Feierabend verkündeten. Diesen Wechsel feierten die Zünfte, die Handwerkervereinigungen, mit gutem Essen, Trinken und gegenseitigen Besuchen; und so halten es die Zürcher Zünfte heute noch genauso wie damals. Höhepunkt ist jeweils das Verbrennen des «Böögs», eines aus Stroh hergestellter Schneemanns, der den Winter symbolisiert. Je schneller er im grossen ihn umgebenden Feuer seinen Kopf verliert, desto schöner soll der Sommer werden, sagt man.


An einem ganz besonderen Ort findet im November die Weinmesse «Expovina» statt: auf zwölf Zürichseeschiffen, die fest vertäut an der Anlegestelle Bürkliplatz liegen. Weine aus aller Welt können hier degustiert werden, damit ist die Expovina die weltweit grösste öffentliche Degustationsmesse. Im Rahmen des «Wein-Forums» werden den Besucherinnen und Besuchern in Präsentationen und Seminaren die vielen verschiedenen Facetten des Weins näher gebracht.


Einen Monat später liegen schon wieder sieben Schiffe in ähnlicher Mission am selben Ort, diesmal allerdings dreht sich alles um Whisky: Das «Whiskyschiff» ist das grösste schweizerische Festival der Whisky- & Cigarfreunde. Hier können vom 6. bis zum 9. Dezember viele hundert Whiskys und Zigarren degustiert werden


Was in anderen Ländern Gay Pride, Pride Parades oder Mardi Gras heisst, wird in Zürich als Christopher Street Day begangen: das Fest der Homosexuellen und ihrer Sympathisantinnen und Sympathisanten. Er ist eine Verbindung zwischen farbiger Selbstdarstellung an der Parade und den vielen Partys, politischem Positionsbezug und spiritueller und religiöser Besinnung mit Gottesdienst.


Kurz nach dem Finale der Euro 2008 geht’s in Zürich noch einmal ein Wochenende lang heiss her: am Caliente, einem Festival südamerikanischer und karibischer Musik. Dabei wird die Gegend rund um den Helvetiaplatz wieder überkochen von feurigen Rhythmen und tropischen Klängen.


Am ersten Wochenende im August versetzt die Street Parade die ganze Stadt in Ausnahmezustand. Was 1991 mit einer kleinen Gruppe von Ravern begonnen hat, ist heute ein Millionenspektakel: Der grösste Technoumzug der Welt. Im August 2008 findet die Parade zum 17. Mal statt, dann pflügt sich die tanzende Menschenmenge wieder dem Seebecken entlang vom Utoquai übers Bellevue bis nach Wollishofen, ganze Familien - vom Baby bis zur Oma. Nach dem Umzug geht’s erst richtig los. Dann verziehen sich die Raver bis zum Morgengrauen in eine der vielen Parties, die überall in der Stadt laufen.


Veranstaltungen in der Region

Zwölf Tage lang Rock, Pop, Hip-Hop, Jazz, Electronic, Blues und Reggae – das bieten die Winterthurer Musikfestwochen. Über 50 Gruppen spielen in der Steinberggasse mitten in der Altstadt unter freiem Himmel, und diese Konzerte wie auch viele andere sind kostenlos. Geboten werden unter anderem ein Familientag und eine Blues-Nacht.


Ende Juni 2008 findet die Jubiläumsausgabe von blues'n'jazz in Rapperswil-Jona statt. Seit zehn Jahren wird das Openair mit seinem speziellen Ambiente, geprägt durch die Seepromenade und Altstadt mit der markanten Burg, auf vier Bühnen durchgeführt.


Das grösste Fest im Kanton Zug ist das alljährliche Seefest: Die Promenade wird zur Flaniermeile mit wunderbarem Ausblick auf See und Berge und zahlreichen Ständen mit Speisen und Getränken, viele Bands und Orchester spielen die verschiedensten Musikstile. Höhepunkt ist das grosse, musikalisch untermalte Feuerwerk.





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