Ausflüge für Entdecker, Verspielte und Tierliebhaber – eine Rundreise


 Text als PDF (119 KB)



Die nähere Umgebung Zürichs bietet viele Attraktionen, die mit Tagesausflügen erreichbar sind. Ob Naturliebhaber, Kunstfreund oder Technik-Fan – für jedes Interesse findet sich etwas.


Eine ausgezeichnete Idee, die Stadt um einen See herum zu bauen, soll ein ausländischer Gast mit Blick auf das untere Seebecken gesagt haben. Tatsächlich reiht sich hier so dicht ein Ort an den anderen, dass sie alle wie ein einziger erscheinen. Dennoch ist das Bild sehr grün, Häuser wechseln sich mit Wiesen und kleinen Parks ab. Eine weiträumige Stadt, die zu Entdeckungstouren förmlich einlädt.


In dieser «Stadt» gibt es in der Tat Vieles zu sehen und zu erleben. Beginnen wir mit der Entdeckungsreise beim Wildpark Langenberg in Langnau am Albis, zehn Kilometer südlich des Stadtzentrums. Ein veritabler Zoo, in dem die Tiere in weiträumigen, naturnah gestalteten Anlagen leben.


Der Besuchende ist nicht nur passiver Zuschauer, der Park lädt zu vielen spielerischen und spannenden Erlebnissen ein: Zu erfahren ist, wie schwer ein Rothirsch-Geweih ist oder wie sich ein Wisentfell anfühlt, wie gut ein Luchs hört oder wie ein Wolf seine Beute versteckt. Ausserdem geben die Tierpfleger den Besuchern gern Beobachtungstipps.

Nach dieser «Tier-Safari» machen wir einen Abstecher weg vom See weitere zehn Kilometer Richtung Süden zu den Höllgrotten Baar, einem System von Höhlen mit eindrücklichen Tropfsteinformationen. Kleine Seen, Stalagmiten und Stalaktiten mit unterschiedlichsten Farbnuancen geben jeder einzelnen Höhle einen eigenen Charakter.


Wer jetzt eine Erfrischung sucht, findet sie am oberen Ende des Zürichsees im grössten gedeckten Wasserpark Europas, dem Alpamare. Auf den zehn Wasserrutschbahnen mit einer Gesamtlänge von 1500 Metern, im Wellenbad, Sprudelthermalbad, Jod-Sole Thermalheilbad oder in einer der weiteren Badeanlagen findet jeder und jede, ob gross oder klein, Vergnügen oder Entspannung. Wer genug vom Nass hat, kann Sauna und Solarium geniessen oder ganz einfach auf der Liegewiese oder der Sonnenterrasse mit traumhafter Aussicht relaxen.

Eine kurze Lektion in Geschichte, die auch für ganz junge Familienmitglieder spannend ist, bietet die längste Holzbrücke der Schweiz von Hurden über den Zürichsee nach Rapperswil mit ihren 841 Metern.


Die Stadt am nördlichen Ende des Stegs, Rapperswil, wird auch die «Rosenstadt» genannt. Von Juni bis Oktober blühen hier in öffentlichen Gärten und Anlagen über 15000 Rosenpflanzen, 600 verschiedene Sorten. Speziell erwähnenswert ist der Rosengarten für Blinde mit besonders intensiv duftenden Blumen; die Tafeln sind auch in Braille-Schrift angeschrieben.


Grosser Spass für Kleine

Ein Besuch wert ist aber auch die Burganlage Rapperswil, eines der bedeutendsten Baudenkmäler am Zürichsee. Sie wurde wahrscheinlich Ende des 12. Jahrhunderts erstellt und später mehrmals umgebaut. 1870 bis 1927 unterhielten polnische Emigranten hier das Polnische Nationalmuseum, seit 1975 beherbergt es eine ständige Ausstellung über Polen.

Eine besondere Attraktion für Kinder ist Knies Kinderzoo, der Tierpark des schweizerischen Nationalzirkus Knie. Hier sind die Tiere buchstäblich zum Anfassen: Elefanten, Nashörner, Zebras und viele andere Tiere lassen sich streicheln oder füttern, und besonders Mutige dürfen auf Elefanten und Kamelen einen kurzen Ritt wagen.


Einen ganz anderen Ritt ermöglicht die attraktivste Riesenrutschbahn der Schweiz am Atzmännig mit 700 Meter Länge und über 100 Meter Höhendifferenz. Auf schlittenähnlichen Gefährten sticht man in die Tiefe, braust durch überhöhte Kurven, fährt durch Tunnels und überquert Bäche. Und keine Sorge: Die Schlitten lassen sich einfach bremsen und wieder beschleunigen.


Kunst für alle Sinne


Ein Kontrastprogramm finden wir in Winterthur mit dem Fotomuseum. Als «The most beautiful Museum of Photography in Europe» hat Paul Graham, ein junger Shooting-Star der internationalen Foto-Kunstszene, dieses Haus bezeichnet. Das Konzept basiert auf drei Schwerpunkten. Die zeitgenössische Fotografie: Ausstellungen von Lewis Baltz, William Eggleston, Nan Goldin, Andreas Gursky, Roni Horn oder Boris Mikhailov. Die Präsentation von Meisterfotografen des 19. und 20. Jahrhunderts: Karl Blossfeldt, Bill Brandt, Dorothea Lange, Lisette Model, Charles Sheeler, Edward Weston oder Weegee. Das kulturhistorische und soziologische Museum für angewandte Fotografie aus Industrie, Architektur und Mode.


Anders als das Fotomuseum, das ein grossartiges Erlebnis für das Auge bietet, ist das Technorama ein Museum zum «begreifen». Es stellt über 500 interaktive Stationen zur Verfügung, an denen man experimentieren, ausprobieren, Naturphänomene en Miniature erleben und vor allem auch vieles anfassen kann. Das Konzept des einzigen «Science Centers» der Schweiz ist es, Technik und Natur nicht nur zu dokumentieren, sondern sinnlich erlebbar zu machen – und es soll zudem Spass bereiten.


Zwanzig Kilometer westlich von Zürich liegt Baden mit seinem Museum Langmatt und der Stiftung Sidney und Jenny Brown. Die ehemalige Villa der Industriellenfamilie Sidney Brown-Sulzer, deren Unternehmen heute in der ABB aufgegangen ist, beherbergt eine grossartige Sammlung mit Gemälden bedeutender französischer Impressionisten und ihrer Vorläufer. Temporäre Ausstellungen und Sonderveranstaltungen mit vergnüglichem Touch für Gross und Klein runden das Angebot ab.


Eine ganz andere Art Kunst zeigt das Emma Kunz Zentrum in Würenlos: Werke einer Frau, die nicht nur Künstlerin, sondern auch Forscherin und Heilpraktikerin war. Ihre Bilder sind grossformatige Kombinationen von Linien und geometrischen Figuren auf Millimeterpapier. Im Zentrum sind aber auch Emma Kunz' andere Aktivitäten dokumentiert, vor allem die Entdeckung des «Heilgesteins AION A» hier in diesem ehemaligen römischen Steinbruch, wo heute das Zentrum liegt. Diese Fundstelle gilt als ein wichtiger Kraftort.


Zürichs Hausberg


Kehren wir zurück an den Ausgangspunkt unserer Rundreise, nach Zürich. Und schliessen wir unsere Tour ab mit einem letzten Blick auf diese Stadt am See. Wie wäre es mit einer Rundfahrt auf einem Schiff der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft? Die Lichtreflexe der Sonne auf dem Wasser, das Plätschern und Rauschen, der Duft des Sees und die leichte Brise des Fahrtwinds – ein Erlebnis für alle Sinne!


Oder wollen Sie lieber den Hausberg Zürichs besuchen, den Uetliberg? Er ist in einer Stunde zu Fuss oder mit der Bahn erreichbar. Steht man ganz zuoberst auf dem Aussichtsturm breitet sich über fünfhundert Meter weiter unter ein grossartiges 360-Grad-Panorama aus vom Schwarzwald im Norden über den ganzen See und die Ostschweizer Berge, die Innerschweiz mit der Kette der Alpen dahinter und den Hügeln des Mittellandes bis zum Jura im Westen.


Und inmitten dieser einmaligen Kulisse – da liegt einem diese wunderschöne Stadt buchstäblich zu Füssen.


Weitere Highlights Region Zürich unter: www.zuerich.com





Medientexte

    Seite drucken