Zürich setzt auf eine nachhaltige EURO 2008



Damit die EURO 2008 für Spieler, Gäste und Fussballfans in der ganzen Welt sowie für die Bevölkerung der Stadt Zürich zu einem positiven, unvergesslichen Ereignis wird, setzt Zürich als Host-City auf eine der Nachhaltigkeit verpflichtete Durchführung der EURO 2008. Zürich orientiert sich dafür konsequent an den nachhaltigen Zielsetzungen in den drei Bereichen Umwelt – Wirtschaft – Soziales/Kultur des gemeinsamen Nachhaltigkeitskonzeptes Österreich-Schweiz.

Zürich setzt die Nachhaltigkeitscharta um.
Informationen des Bundes zum Thema Nachhaltigkeit.



Abfälle vermeiden

In der Fanzone wird für Bier ein Mehrwegbecher mit Pfand eingesetzt. Alkoholfreie Getränke werden in 5-dl PET-Flaschen ohne zusätzlichen Trinkbecher abgegeben. Den Festwirtschaften in der Fanmeile wurde empfohlen, auch bei der Abgabe von Esswaren das Verpackungsmaterial möglichst zu minimieren. Zudem ist das Verteilen von Flugblättern und Werbegeschenken in der gesamten Fanzone und Fanmeile verboten. ERZ Entsorgung + Recycling Zürich hat für die EURO 2008 ein Abfallkonzept erarbeitet und Kommunikationsmassnahmen gegen das Littering ergriffen. Vor den Spielen wird ein vom ERZ mitunterstützter Anti-Littering Spot ausgestrahlt. In der ganzen Festzone machen ausreichend Abfall- und Wertstoffbehälter (für PET, Alu, Altöl und Glas) das richtige Entsorgen leicht. Die aufgestellten Sammelstellen sind alle mit der Anti-Littering Botschaft «Make your Goal – Bring it Back» beschriftet.

Umweltfreundliche Stadien verwirklichen


Mit dem neuen Stadion Letzigrund stellt die Stadt ein vorbildliches perfekt an den öffentlichen Verkehr angebundenes Stadion zur Verfügung. Beim Neubau des Stadions wurde die Mehrweglogistik für Getränke gleich mit angelegt, was sich zur Abfallverringerung bewährt hat. Das Stadiondach wird für eine Solarzellenfläche genutzt. Für die Heizung und die Warmwasseraufbereitung liefern zwei Holzpelletkessel CO2-neutrale Energie.

Klimaschonende und energieeffiziente Maßnahmen setzen

Für die Stromversorgung der Fanzone und der Fanmeile wird konsequent 100% reiner Ökostrom (ewz.ökopower) verwendet. Dieselaggregate sind in der Fanzone/Fanmeile verboten. Verwendet werden energiesparendeKühlgeräte der neuen Generation.

Den öffentlichen Verkehr forcieren


Das Matchticket und das Ticket für die Public Viewing Zone der Stadt Zürich gelten gleichzeitig als Ticket für die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr. Die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel wird zudem mit einem zusätzlichen Nachtangebot gefördert, das Dank Sponsoring durch die Zürcher Kantonalbank ohne den sonst üblichen Aufpreis benutzt werden kann. Das Stadion Letzigrund wie auch das Public Viewing am Bellevue sind beides Lagen, die sehr gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen sind.

Für Wirtschaft und Arbeitsplätze erfolgreich sein

Vielfältige Einsätze und Dienstleistungen werden an der EURO 2008 durch die Arbeitsintegrationsbetriebe des Sozialdepartementes übernommen. Ein Auftrag zur Produktion von 1 000 Taschen für die Volunteers wurde der Sozialfirma Feinschliff erteilt.


Impulse für den Tourismus setzen


Mit einer Service- und Freundlichkeitskampagne in der eigenen Stadt und mit einer gezielten Kampagne von Zürich Tourismus in verschiedenen Zielländern strahlt Zürich ein positives Image aus und zeigt seine Stärken als Tourismusdestination. Auch der gemeinsam mit Zürich Tourismus vergebene internationale Journalistenpreis «Living Zürich Media Award» soll neugierig auf die Euro-Gaststadt Zürich machen. Die «Wir leben Zürich»-Kampagne und das aus dem Projektwettbewerb realisierte LivingZurich.tv zeigen die Stadt Zürich in ihrer ganzen Vielfalt.


Investitionen wirken über die EURO 2008 hinaus


Der Neubau des Stadion Letzigrundes wurde innert kürzester Zeit beschlossen, geplant und realisiert. Dies machte die Teilnahme an der EURO 2008 erst möglich. Das Stadion wird künftig weiterhin für das Leichtathletik-Meeting und weitere, auch kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Regionale, Bio- und Fairtrade-Produkte unterstützen


Den Caterern und Festwirtschaften wurde für den Verpflegungsbereich die Empfehlung abgegeben, nach Möglichkeit regionale, Bio- und Fairtrade-Produkte zu verwenden. Einzelne Caterer setzen diese Empfehlungen um. So werden zum Beispiel in der Fanzone am Bellevue ausschliesslich Schweizer Fleisch- und Wurstwaren angeboten. Das Weinangebot muss für alle Caterer Schweizer Weine enthalten.


Mit der Fanarbeit völkerverbindend wirken


Mit einem attraktiven kulturellen Rahmenprogramm werden die ganze Bevölkerung, die Gäste insbesondere auch die Nicht-Fussball-Interessierten angesprochen. Die Plattform ist insbesondere für lokale KünstlerInnen gedacht und soll auch Zeichen gegen Gewalt und Rassismus setzen. Gut platzierte Fanbotschaften sollen sensibilisieren und helfen Ausschreitungen zu verhindern.

Barrierefreiheit/Hindernisfreiheit muss Standard sein


Im Public-Viewing (Fanzone) wie auch im Stadion gibt es Parkplätze wie auch einfacher zugängliche Zuschauerplätze für Behinderte.

Jugend und (Fußball-)Kultur groß schreiben


Jugendlichen wird mit «Local Sounds» auf der Haupt- und Nebenbühne des Public Viewing, mit Auftritten aus der lokalen Clubszene im Helmhaus und mit dem EuroRap08-Auftritten von Schweizer Rappern gemeinsam mit Jugendlichen ein Musikprogramm angeboten. Zürich unterstützt das Uefa Projekt «Euroschools2008». Im Schulalltag und darüber hinaus setzen sich Schülerinnen und Schüler mit ihrem Land auseinander, gestalten einen interkulturellen Projekttag und organisieren im Trikot ihres Landes eigene Fussballturniere. Ziel des Projektes ist, die interkulturellen Kompetenzen der Jugendlichen zu fördern und den Gedanken des Fairplay bis über die Euro08 hinaus zu tragen..

Bei Prävention und Jugendschutz vorbildlich sein


Die Verantwortlichen für die Durchführung der EURO 2008 in der Stadt Zürich legen grossen Wert darauf, dass die Jugendschutzbestimmungen konsequent eingehalten werden und tragen mit Präventionsmassnahmen dazu bei, problematischen Alkoholkonsum möglichst zu vermeiden. Entsprechend sind die Festwirte in der Alkoholprävention geschult worden, ein Präventionsspot wird gezeigt und alkoholfreie Getränke werden günstiger angeboten als das günstigste Alkoholgetränk. Sowohl auf der Tribüne des Public Viewings in der Fanzone als auch im Stadion Letzigrund herrscht Rauchverbot. Zürich unterstützt die Kampagne EURO 2008 gegen Frauenhandel.

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